Arbeit mit jungen Geflüchteten / neu Zugewanderten

Entwicklungen 2016 / 2017

Im Kontext des vermehrten Flüchtlingsaufkommens trat im November 2015 das „Gesetz zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher“ in Kraft. Damit wurde die Verteilung der UmA neu geregelt. Diese erfolgt seit der Gesetzeseinführung bundesweit nach dem Königssteiner Schlüssel.

Die Freizeitheime des Kreisjugendrings in Bissingen/Teck wurden im Dezember 2015/Januar 2016 kurzfristig mit insgesamt 25 Jugendlichen aus Afghanistan und Zentral- und Westafrika im Alter von 14 - 17 Jahren belegt. Bereits vorhandenes Personal des Kreisjugendrings stockte auf oder verlagerte den individuellen Arbeitsschwerpunkt. Über vorhandene Netzwerke konnte kurzfristig neues Betreuungspersonal gewonnen und eingestellt werden.

In der Zwischenzeit unterhält der Kreisjugendring in Neuffen ein Jugendwohnheim mit insgesamt 18 Plätzen. In Bissingen/Teck betreut der Kreisjugendring im Rahmen des betreuten Jugendwohnens drei jugendliche Flüchtlinge.

Die Herausforderungen und Potenziale in der Arbeit mit UmA sind vielfältig: vom Aufbau neuer Netzwerke im Kontext der Jugendhilfe bis hin zum Umgang mit individuellen erzieherischen Bedarfen. Die Mitarbeitenden unterstützen die UmA bei der Integration durch eine engmaschige Zusammenarbeit mit schulischen und kommunalen Partnern, geben Hilfestellung bei der Entwicklung von Lebens- und Zukunftsperspektiven, unterstützen die Bewohner bei der Verselbstständigung, arbeiten eng mit Sozialem Dienst und Jugendamt zusammen und kümmern sich mit Anwalt, Beratern und Ehrenamtlichen um ausländerrechtliche Fragestellungen.

Zu den neuen Integrationsprojekten beim Kreisjugendring zählt das Projekt KooBO-Z. Dieses Projekt ermöglicht seit dem Schuljahr 2016/2017 neu zugewanderten Schülern an Vorbereitungsklassen (VABO und VKL) im Landkreis Esslingen, Erfahrungen in verschiedenen beruflichen Zusammenhängen zu sammeln, um herauszufinden, wohin der eigene berufliche Weg gehen soll.